Bessere Aufklärung über die Gefahren von Essstörungen.
Rund 200 Gäste diskutierten über die Gefahren einer Essstörung; ein Thema, das in Familien immer noch zu häufig tabuisiert wird.
Eine bessere Aufklärung über die Gefahren von Essstörungen - dafür setzt sich die Schön Klinik mit der Initiative "Schönheit - ein Ideal?" ein. In Zusammenarbeit mit Waage e.V. (Fachzentrum für Essstörungen in Hamburg), der therapeutischen Wohngruppe ANAD und der Werbeagentur Ogilvy fand in Hamburg am 22.11.2011 in den Räumen des Bucerius Kunst Forums die Auftaktveranstaltung statt. Geschäftsführer Dr. Jens Deerberg-Wittram begrüßte gemeinsam mit der Werbeagentur Ogilvy und Elke Huster-Nowack von der Freien und Hansestadt Hamburg die Gäste. Rund 200 Experten, Betroffene, Medienschaffende, Multiplikatoren und Lehrer diskutierten über ein Thema, das häufig immer noch als Tabu gilt.
Abgemagerte Frauen statt Rubenskörper.
Besonders junge Frauen waren an den Gemälden interessiert und konnten nicht glauben, dass früher füllige Frauen als schön galten.
Die Sonderaustellung kontrastierte historische Gemälde mit heutigen Schönheitsidealen und lenkte so die Aufmerksamkeit auf die steigende Zahl junger Mädchen und Frauen, die an Magersucht erkranken. „Die Gemälde sollen bewusst provozieren und darauf aufmerksam machen, dass heutige Idealmaße wie 'XXS' oder 'Size Zero' mit einem gesunden Essverhalten unvereinbar sind“, erklärte Andreas Schnebel von der therapeutischen Wohngruppe ANAD.
Falsche Idealmaße fördern Entwicklung von Essstörungen.
Prof. Bernd Löwe (l.) und Andreas Schnebel (r.) zeigten sich besorgt über die Entwicklung der Essstörungen.
In der Podiumsdiskussion debattierten unsere Chefärzte Prof. Löwe (Schön Klinik Hamburg Eilbek) und Dr. Osen (Schön Klinik Bad Bramstedt), Andreas Schnebel (ANAD), Barbara Sturm (Waage e.V.), Meike Dinklage (BRIGITTE) und Frau O., eine ehemalige Patienten, über falsche Idealmaße und der Entwicklung von Essstörungen. Prof. Löwe zeigte sich besorgt: „Wir erleben, dass das Erkrankungsalter für Magersucht und andere Essstörungen sinkt. Immer mehr Mädchen sind bereits am Anfang der Pubertät betroffen. Es gibt zwei Erkrankungsgipfel um das vierzehnte und siebzehnte Lebensjahr.“ Barbara Sturm warnte, dass sich junge Frauen in der Identitätssuche an falschen medialen Vorbildern und vermeintlichen Idealmaßen orientieren: „Werbung und Schönheitsideale in den Medien beeinflussen gerade junge Menschen.“ Besonders beeindruckt zeigte sich das Publikum von Frau O. Sie erzählte über ihre Magersucht, wie schwer sie es fand, die passende Klinik zu finden und wie ihr die Therapie geholfen hat, wieder Genuss am Essen zu finden. Auf die Frage hin, ob sie weiterhin Medizin studieren möchte anwortete sie: "Nein, ich möchte Köchin werden."
"Einstiegsdroge" Diät.
Mehr Aufklärung bereits in den Schulen und eine Sensibilisierung von Familien und Unternehmen für die Brisanz von Essstörungen – das forderten die Initiatoren von „Schönheit – ein Ideal?“. Auch sollten Therapieangebote besser vernetzt werden, um den Betroffenen von der Erstberatung über die Therapie bis zur Nachsorge eine konsequente Behandlungskette anzubieten. Kontrovers wurde unter den Experten über Diäten, aber auch TV-Sendungen wie „Germany’s Next Top Model“ diskutiert. „Es wäre verkehrt, allein Werbung, Mode und Medien für die wachsende Zahl von Essstörungen verantwortlich zu machen, aber über die ‚Einstiegsdroge‘ Diät versuchen Frauen, sich diesen Idealen anzunähern“, sagte Andreas Schnebel. „Wir brauchen in der Öffentlichkeit mehr Bewusstsein für die Gefahren einer Scheinwirklichkeit.“
Menschen. Bilder. Diskussionen.
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Wir sind eine der größten inhabergeführten Klinikgruppen am deutschen Markt. Die optimale Behandlung aller Patienten ist unsere oberste Maxime. Diesem Anspruch wollen wir gerecht werden mit exzellenten Ärzten, Behandlungsverfahren nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, Mitarbeitern, die jeden Patienten freundlich und kompetent umsorgen und einem Ambiente zum Wohlfühlen.
Unsere Kliniken liegen in Bayern, Schleswig-Holstein, Hessen und Hamburg.
Die Schön Klinik steht für einen gemeinsamen Qualitätsanspruch aller Krankenhäuser: Messbar und spürbar bessere Behandlungsergebnisse in Medizin und Pflege zu erzielen. Die Klinikgruppe hat schon früh auf die Behandlungsschwerpunkte Neurologie, Orthopädie, Psychosomatik, Innere Medizin und Chirurgie spezialisiert. Spezialisierung und hohe Fallzahlen garantieren die gesteckten Qualitätsziele zu erreichen.